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Die Stadt Storkow liegt etwa 40 Kilometer südöstlich der Berliner Stadtgrenze und gehört zu den ältesten Städten der Mark Brandenburg. Bereits im Jahre 1209 wird "Sturkuowe" erstmalig urkundlich erwähnt. Die Stadt errang ihre Bedeutung durch die Lage an einem damaligen Handelsweg zwischen Havel und Oder, welcher hier in einer weithin sumpfigen Landschaft eine schmale Furt überquerte - das haben Ausgrabungen jüngst bestätigt. Interessant für den Touristen sind unter anderem die historische Burganlage, deren Ursprung sich ebenfalls bis in das Jahr 1209 zurückverfolgen lässt. Baulich oft verändert, ist das Hauptgebäude im Jahre 1978 leider einem verherenden Brand zum Opfer gefallen und ist seitdem nur noch als Ruine zu besichtigen. Das ebenfalls auf dem Burghof befindliche Fachwerkgebäude wurde jedoch zwischen 2000/2001 sehenswert rekonstruiert und beheimatet nun neben der Bibliothek auch die Touristinformation der Stadt Storkow. Für eine Stadtbesichtigung empfiehlt sich im Anschluss die Altstadt mit denkmalgeschütztem Marktplatz und einigen Traufenhäusern aus dem 18.Jahrhundert, die zum Teil in den letzten Jahren restauriert wurden. Verlässt man den Markt in Richtung Kanal, gibt es gegenüber der ehemaligen Schmiede aus dem Jahre 1740 und unmittelbar am mittelalterlichen Mühlenfließ ein seltenes technisches Denkmal zu besichtigen - die Reste einer alten Dampfmaschine, welche Storkow ab 1897 die erste Elektrizität brachte. Unübersehbar ist nun die von alten Linden umsäumte Storkower Kirche, ein einschiffiger, im reinen gotischen Stil errichteter Backsteinbau, mit dessen Errichtung man bereits zu Ende des 12.Jahrhunderts begann. Neben dem üblichen Gottesdiensten finden dort auch regelmäßig kulturelle Höhepunkte statt. Sie kommen nun an der über 150-jährigen Altstadtschule vorbei und treffen auf das idyllische Schleusenensemble mit funktionstüchtiger(!) hölzerner Zugbrücke über den Storkower Kanal, welcher den Storkower See schon über 250 Jahre mit den Gewässern Berlins verbindet und in den Sommermonaten den Wassersportlern den Weg zum Scharmützelsee öffnet. Eindrucksvoll auch das Scheunenviertel nordöstlich des Zentrums, wo zahlreiche Backstein-Fachwerkscheunen aus vergangenen Jahrhunderten erhalten geblieben sind. Die älteste von ihnen - man schätzt sie auf ca. 200 Jahre - wurde liebevoll rekonstruiert und beherbergt seit 1994 ein Blumengeschäft, ein Friseurladen und ein Architektenbüro. Wenn man in die Reichenwalder Straße weiter in Richtung Bad Saarow fährt, sollte man sich die Zeit nehmen für eine besondere eiszeitliche Hinterlassenschaft. Hier in den Waltersbergen wartet die größte Binnendüne Deutschlands auf Sie! Neben seltenen Pflanzen und feinstem Sand genießt man den wundervollen Blick auf den See und die umliegenden Wälder. Etwas außerhalb des Zentrums gelegen aber dennoch einen Abstecher wert - Hubertushöhe. Der nach dem dortigen Jagdschloss benannte Ortsteil lässt sich von unserem Hotel aus auch bequem zu Fuß erreichen. Um die Jahrhundertwende erbaut, beeindruckte das heutige Bau- und Kulturdenkmal schon den Kaiser und gilt heute, nach seiner aufwendigen Restauration, als eines der schönsten Hotels Deutschlands. Wie ein Märchenschloss schimmert es durch die hohen Bäume am See und verzaubert seine Besucher. |